Emotionsfokussierte Therapie nach Leslie S. Greenberg und Paartherapie (EFT-c)
Mein psychotherapeutischer Schwerpunkt liegt auf der Intensiven Psychodynamischen Kurzzeittherapie (ISTDP). Ergänzend arbeite ich mit der Emotionsfokussierten Therapie (EFT) nach Leslie S. Greenberg und mit der Emotionsfokussierten Paartherapie (EFT-C) nach Leslie S. Greenberg und Rhonda Goldman.
Die Emotionsfokussierte Therapie ist ein erfahrungsorientierter psychotherapeutischer Ansatz, in dem Emotionen eine zentrale Rolle für psychische Veränderung spielen.
Emotionen sind nicht nur Reaktionen auf Situationen. Sie enthalten Informationen über Bedürfnisse, Beziehungen, Selbstverständnis und persönliche Bedeutung. Gleichzeitig können sich emotionale Muster entwickeln, die früher hilfreich waren, heute aber zu Belastungen führen.
In der EFT geht es deshalb nicht allein darum, Emotionen zu verstehen oder zu regulieren. Entscheidend ist, mit Emotionen therapeutisch zu arbeiten und belastende emotionale Prozesse zu verändern.
Dabei können beispielsweise Selbstkritik, Scham, Angst, Trauer, Wut oder wiederkehrende Beziehungsmuster im Mittelpunkt stehen. Ziel ist, einen differenzierteren Zugang zum eigenen Erleben zu entwickeln und neue emotionale Erfahrungen zu ermöglichen.
Auf einen Blick
Schwerpunkt
Umgang mit Emotionen, Verständnis emotionaler Schemata und deren Veränderung durch neue emotionale Erfahrungen
Ansätze
- Emotionsfokussierte Therapie nach Leslie S. Greenberg
- Emotionsfokussierte Paartherapie (EFT-C) nach Leslie S. Greenberg und Rhonda N. Goldman
Setting
Einzel- und Paargespräche
Qualifikation
- EFT Therapist Level C
- Zertifizierte EFT-C-Therapeutin
Ort
Berlin-Prenzlauer Berg und online
Kombination von Präsenz- und Online Terminen
Sprachen
Deutsch und Englisch
Kosten des Erstgesprächs
60 Minuten: 180 € · 90 Minuten: 270 €
Terminvereinbarung
Erstgespräch nach Vereinbarung
„Emotionen sind Signale.“
Leslie S. Greenberg, eigene Übersetzung
Für wen kann EFT geeignet sein?
EFT kann insbesondere dann interessant sein, wenn Sie das Gefühl haben, bestimmte emotionale oder zwischenmenschliche Muster wiederholen sich, obwohl Sie sie rational längst verstehen.
Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn Sie:
- sich häufig selbst kritisieren oder abwerten
- Schwierigkeiten haben, eigene Gefühle und Bedürfnisse wahrzunehmen
- in Beziehungen immer wieder ähnliche Konflikte erleben
- zwischen Nähe und Rückzug schwanken
- sich schnell verletzt, beschämt oder zurückgewiesen fühlen
- Schwierigkeiten haben, Wut, Trauer oder Verletzlichkeit auszudrücken
- sich nach Veränderung sehnen, aber in vertrauten emotionalen Mustern feststecken
- Ihre Beziehung verändern möchten, ohne sich gegenseitig die Schuld zuzuschreiben
- als Paar unter wiederkehrenden Konflikten, Distanz oder Veränderungen in Sexualität und Begehren leiden

Aniegen Einer Emotionsfokussierte therapie:
- wenn Sie sich selbst und Ihre emotionale Reaktionen besser verstehen möchten, um neues Verhalten in Ihren Alltag umsetzen zu können
- wenn Sie in wiederkehrende, belastende Beziehungsmuster geraten
- wenn Sie Schwierigkeiten mit Nähe, Vertrauen oder Abgrenzung erleben
- wenn Sie in Situationen Angstsymptome, wie z.B. innere Anspannung wahrnehmen oder von intensiven Gefühle, wie z.B. Wut und Trauer überwältigt werden
- wenn Sie sich in Konflikten mit sich selbst oder mit anderen festgefahren haben
- wenn Sie alte Erfahrungen und aktuelle Belastungen miteinander in Verbindung bringen möchten
- wenn Sie einen Umgang mit Trauer und Verlust suchen
Ob der emotionsfokussierte Therapieansatz der passende für Sie ist, lässt sich am besten im persönlichen Gespräch klären.
Mein therapeutischer Arbeitsansatz
Die zunächst systemische Ausrichtung meiner Praxis wurde durch weitere therapeutische Ansätze der Emotionsfokussierten Therapie nach Leslie S. Greenberg (EFT-c) und der Intensiven Psychodynamischen Kurzzeittherapie (ISTDP) ergänzt. Beide psychotherapeutischen Konzepte haben unterschiedliche theoretische Grundlagen und bilden jeweils einen eigenen therapeutischen Bezugsrahmen. Im Mittelpunkt meiner Arbeit stehen das emotionale Erleben, die Verarbeitung von Gefühlen und die Gestaltung von Beziehungen. Welche Ansätze zum Einsatz kommen, richtet sich nach Ihrem Anliegen und Ihrer individuellen Situation.
Emotionen verstehen und verändern
Viele Menschen können ihre Lebenssituation sehr genau analysieren und verstehen dennoch nicht, warum bestimmte Gefühle oder Reaktionen immer wieder auftreten.
EFT richtet die Aufmerksamkeit deshalb auf das unmittelbare emotionale Erleben.
Dabei können Fragen wichtig werden wie:
- Was fühle ich gerade tatsächlich?
- Was liegt unter einer zunächst sichtbaren Emotion?
- Welches Bedürfnis oder welche Bedeutung ist mit diesem Gefühl verbunden?
- Welche emotionalen Muster wiederholen sich?
- Wie beeinflussen diese Muster mein Verhalten und meine Beziehungen?
- Was müsste sich emotional verändern, damit eine neue Erfahrung möglich wird?
Die therapeutische Arbeit bleibt dabei nicht beim Nachdenken über Gefühle stehen. Emotionen werden in der Sitzung unmittelbar wahrgenommen, differenziert und bearbeitet.
Primäre und sekundäre Emotionen
Ein zentraler Bestandteil der EFT ist die Unterscheidung verschiedener emotionaler Prozesse.
Eine sichtbare Reaktion ist nicht immer die Emotion, die einem Erleben zugrunde liegt. Wut kann beispielsweise eine Reaktion auf Verletzung oder Angst sein. Rückzug kann mit Scham oder der Erwartung von Zurückweisung verbunden sein. Selbstkritik kann dazu dienen, sich vor Ablehnung oder Versagen zu schützen.
In der Therapie geht es darum, solche Prozesse genauer zu unterscheiden.
Dabei kann sich zeigen, dass eine zunächst dominante, sogenannte sekundäre Emotion eine andere, primärere emotionale Erfahrung verdeckt.
Das bedeutet nicht, dass bestimmte Emotionen grundsätzlich „falsch“ oder „schlecht“ sind. Vielmehr wird untersucht, welche Funktion eine Emotion in einem bestimmten Kontext hat und ob sie für die aktuelle Situation noch hilfreich ist.
Emotionale Schemata
EFT geht davon aus, dass emotionale Erfahrungen in komplexen emotionalen Schemata organisiert sein können.
In solchen Schemata verbinden sich Gefühle mit Wahrnehmungen, Erinnerungen, körperlichen Reaktionen, Bedürfnissen, Bewertungen und Handlungstendenzen.
Beispielsweise kann die Erfahrung von Zurückweisung mit Scham, körperlicher Anspannung, Selbstabwertung und dem Impuls verbunden sein, sich zurückzuziehen. Ein solcher Prozess kann später automatisch aktiviert werden, auch wenn die aktuelle Situation nicht dieselbe Bedrohung darstellt.
Therapeutische Veränderung bedeutet dann nicht nur, eine solche Reaktion rational zu verstehen. Es geht darum, das zugrunde liegende emotionale Muster zu aktivieren, zu differenzieren und therapeutisch zu verändern.
Emotionale Transformation
Ein wesentliches Prinzip der EFT ist, dass emotionale Veränderung häufig durch neue emotionale Erfahrungen entsteht.
Eine problematische Emotion lässt sich nicht immer allein durch Einsicht verändern. Häufig braucht es eine neue Erfahrung, die mit dem bisherigen emotionalen Schema in Beziehung tritt und es verändern kann.
So kann beispielsweise eine tief verankerte Selbstabwertung nicht allein dadurch verschwinden, dass jemand rational erkennt, dass sie unbegründet ist. Eine Veränderung kann entstehen, wenn ein Mensch seine eigene Verletzlichkeit wahrnimmt, seine Bedürfnisse besser versteht und eine neue, weniger selbstabwertende Beziehung zu sich selbst entwickelt.
Die Therapie arbeitet deshalb mit dem unmittelbaren Erleben und mit den emotionalen Prozessen, die sich in der Sitzung zeigen.
„Emotionale Veränderung gilt als Schlüssel zu nachhaltiger Veränderung von Denken und Verhalten.“
Leslie S. Greenberg, eigene Übersetzung
Emotionsfokussierte Paartherapie (EFT-c)
Für Paare arbeite ich mit der Emotion-Focused Couples Therapy (EFT-C) nach Leslie S. Greenberg und Rhonda N. Goldman.
EFT-C betrachtet Paarbeziehungen nicht ausschließlich unter dem Gesichtspunkt von Kommunikation oder Konfliktlösung. Im Mittelpunkt stehen die emotionalen Prozesse, die hinter wiederkehrenden Beziehungsmustern liegen.
Paare geraten häufig in Kreisläufe, die sich immer wiederholen:
Eine Person fordert Nähe oder Veränderung, die andere zieht sich zurück. Ein Partner kritisiert, der andere verteidigt sich. Einer sucht Bestätigung, der andere erlebt Druck und distanziert sich. Beide reagieren zunehmend aufeinander, ohne dass die ursprünglichen Verletzungen, Bedürfnisse oder Ängste noch sichtbar sind.
EFT-C versucht, solche Muster emotional verständlich und veränderbar zu machen.
Bindung, Identität und Attraktion
Ein besonderer Aspekt der EFT-C ist die Berücksichtigung mehrerer motivationaler Systeme innerhalb einer Paarbeziehung.
Neben Bindung spielen auch Identität und Attraktion eine wichtige Rolle.
Damit können in der Paartherapie nicht nur Fragen nach Sicherheit, Nähe und Verlässlichkeit bearbeitet werden, sondern auch Themen wie:
- Selbstwert und Selbstverständnis innerhalb der Beziehung
- Autonomie und Abhängigkeit
- Anerkennung und Wertschätzung
- sexuelle Anziehung und Begehren
- Verletzungen und Zurückweisung
- Nähe und Distanz
- Macht und Einfluss
- persönliche Entwicklung innerhalb der Partnerschaft
Das ist besonders relevant, wenn Paare zwar miteinander verbunden sind, aber gleichzeitig unter Konflikten, Entfremdung, mangelnder Anerkennung oder einem Verlust von Begehren leiden.
Wiederkehrende Beziehungsmuster verstehen
In der Paartherapie geht es häufig weniger darum, wer recht hat, als darum, welchen Kreislauf beide Partner gemeinsam erzeugen.
Ein Konflikt kann beispielsweise äußerlich wie ein Streit über Haushalt, Sexualität, Geld oder Zeit miteinander erscheinen. Darunter können jedoch andere emotionale Themen liegen:
„Bin ich dir wichtig?“
„Kann ich mich auf dich verlassen?“
„Bin ich für dich attraktiv?“
„Darf ich Bedürfnisse haben?“
„Werde ich gesehen und verstanden?“
„Kann ich mich zeigen, ohne zurückgewiesen zu werden?“
Solche Fragen müssen nicht immer bewusst formuliert sein. Sie können sich in Kritik, Rückzug, Kontrolle, Verteidigung oder Angriff ausdrücken.
Die therapeutische Arbeit macht diese Prozesse schrittweise zugänglich und hilft dem Paar, aus festgefahrenen Reaktionsmustern herauszutreten.
Emotionale Verletzungen in Paarbeziehungen
Besonders belastend können Erfahrungen sein, die das Vertrauen in die Beziehung grundlegend erschüttern.
Dazu können beispielsweise Untreue, Zurückweisung, Demütigung, wiederholte Enttäuschungen oder andere Beziehungserfahrungen gehören, die emotional noch nicht verarbeitet wurden.
Solche Verletzungen können lange nach dem eigentlichen Ereignis wirksam bleiben. Sie können dazu führen, dass bestimmte Situationen besonders schnell Angst, Wut, Scham oder Rückzug auslösen.
In der Paartherapie kann es darum gehen, die emotionale Bedeutung solcher Erfahrungen zu verstehen und Bedingungen dafür zu schaffen, dass beide Partner sich mit dem Erlebten auseinandersetzen können.
EFT-C und die Paartherapie nach Sue Johnson
Der Begriff EFT wird für unterschiedliche emotionsfokussierte Therapieansätze verwendet.
Die hier beschriebene Emotion-Focused Couples Therapy (EFT-C) basiert auf dem Ansatz von Leslie S. Greenberg und Rhonda N. Goldman. Sie ist von der Emotionally Focused Couple Therapy (EFCT) nach Sue Johnson zu unterscheiden.
Beide Ansätze haben gemeinsame historische Wurzeln und arbeiten mit Emotionen und Beziehungsmustern. Sie unterscheiden sich jedoch in ihrer theoretischen Rahmung und in der konkreten therapeutischen Arbeit.
Auf meiner Website bezeichnet EFT die Emotionsfokussierte Therapie nach Leslie S. Greenberg. Für die Paartherapie verwende ich die Bezeichnung EFT-C, um den Ansatz von Greenberg und Goldman klar von der EFCT nach Sue Johnson zu unterscheiden.
EFT in der EInzeltherapie
EFT kann in der Einzeltherapie hilfreich sein, wenn emotionale Muster das eigene Erleben, Selbstverständnis oder Beziehungen nachhaltig beeinflussen.
Im Mittelpunkt können beispielsweise stehen:
- wiederkehrende Selbstkritik und Selbstabwertung
- Scham und ein negatives Selbstbild
- Schwierigkeiten, eigene Bedürfnisse wahrzunehmen
- Angst vor Ablehnung oder Zurückweisung
- Schwierigkeiten mit Nähe und Distanz
- wiederkehrende Beziehungsmuster
- starke oder schwer verständliche emotionale Reaktionen
- unverarbeitete Trauer oder Verletzungen
- innere Konflikte und widersprüchliche Gefühle
- Schwierigkeiten, sich selbst emotional zu verstehen
Dabei geht es nicht darum, Emotionen einfach „wegzumachen“. Ziel ist vielmehr, die eigenen emotionalen Prozesse genauer zu verstehen und dort Veränderung zu ermöglichen, wo bisherige Muster nicht mehr hilfreich sind.
Ablauf der EFT: vom Erstgespräch bis zur Zusammenarbeit
Am Anfang steht ein Erstgespräch. Hier besprechen wir Ihre aktuelle Lebens- und Beziehungssituation und klären, ob eine gemeinsame therapeutische Arbeit sinnvoll ist.
Wenn wir uns für eine Zusammenarbeit entscheiden, vereinbaren wir gemeinsam das passende Setting und die weitere Terminplanung, wie zum Beispiel:
- Einzelgespräche / Paargespräche
- Präsenztermine in Berlin
- Online-Termine
- Kombination aus Präsenz- und Online-Terminen
- Serie von regelmäßigen Terminen
- Intensive Blocktherapie
Die Therapie findet vor Ort in Berlin oder online statt. Eine Kombination von Präsenz- und Online-Terminen ist ebenfalls möglich. Wir überprüfen gemeinsam den Verlauf und passen das Vorgehen bei Bedarf an, damit Sie bestmöglich Ihre Ziele erreichen können.
Terminvereinbarung
Wenn Sie herausfinden möchten, ob eine Emotionsfokussierte Therapie für Sie geeignet ist, dann können Sie ein Erstgespräch vereinbaren. Bei der Terminbuchung sehen Sie alle Termine, die Sie entweder persönlich in Berlin oder online wahrnehmen können. Zusätzliche reine Online-Termine sind dort rot gekennzeichnet.
Ein 60-minütiges Erstgespräch kostet 180 €. Alternativ können Sie ein 90-minütiges Erstgespräch für 270 € vereinbaren. Das Honorar für Folgetermine wird während des Erstgesprächs besprochen. Bitte beachten Sie, dass psychotherapeutische Leistungen von der Mehrwertsteuer befreit sind, für Coaching- und Beratungsleistungen werden zusätzlich 19 % MwSt. berechnet.
Termine, die mindestens 48 Stunden im Voraus telefonisch oder per E-Mail abgesagt oder verschoben werden, werden nicht berechnet. Bei kurzfristiger Absage oder Nichterscheinen kann das vereinbarte private Honorar berechnet werden. Die Höhe der Stornierungsgebühr entspricht dem zuvor vereinbarten privaten Honorar.
Vereinbaren Sie hier direkt einen Erstgesprächstermin von 60 oder 90 Minuten über das Buchungssystem der Praxis:
Erstgespräch 60 min
Erstgespräch 90 min

Über mich
Seit 2009 bin ich als Therapeutin und Coach tätig, seit 2011 niedergelassen in Berlin in eigener Privatpraxis. Mein psychotherapeutischer Schwerpunkt liegt auf der Intensiven Psychodynamischen Kurzzeittherapie (ISTDP). Ergänzend arbeite ich mit der Emotionsfokussierten Therapie (EFT) nach Leslie S. Greenberg und der Emotionsfokussierten Paartherapie (EFT-C). Der Fokus meiner Arbeit liegt auf emotionalem Erleben, emotionaler Verarbeitung und Beziehungsgestaltung. Wissenschaftliche Evidenz, Präzision, Authentizität, Einfachheit und Offenheit schätze ich sehr.
BERUFSRECHTLICHER HINWEIS
Alle angebotenen Leistungen der hiesigen Privatpraxis erfolgen im Rahmen meiner Tätigkeit als Heilpraktikerin, beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie, gemäß dem Heilpraktikergesetz (HPG). Als diese biete ich keine ärztliche Diagnostik, keine Medikamentenverordnung und keine Behandlung schwerer psychiatrischer Erkrankungen, die einer fachärztlichen Versorgung bedürfen.
FAQ – Häufige Fragen zur Emotionsfokussierten Therapie
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